Mittwoch, 28. Juni 2017

Vegane Ernährung: die vegan-freundlichsten Städte Deutschlands

Die Top 10 der vegan-freundlichsten Städte Deutschlands  
Holidu, das Vergleichsportal für Ferienhäuser, präsentiert die Städte mit dem größten veganen Angebot – und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen
Düsseldorf, Berlin und Frankfurt bestreiten die Top-Plätze Hamburg überraschenderweise auf dem letzten Platz Europa-Ranking: Amsterdam, Paris und Lissabon auf Platz 1-3



Vegane Ernährung hat längst das Image freudloser Salatknabberei abgelegt. Fast eine Million Menschen in Deutschland lebt vegan, schätzt der Vegetarierbund. Noch viel mehr gestalten die eine oder andere Mahlzeit komplett tierproduktfrei – und das mit wachsender Begeisterung. Kein Wunder, dass die Auswahl an rein pflanzlichen Lebensmitteln auch im Supermarkt immer größer wird!

Ob Algensnack oder Wirsingchips: Bei der Produkteinführung rein pflanzlicher Lebensmittel steht Deutschland an der Spitze, fand das Marktforschungsinstitut Mintel 2015 heraus. Aber wie steht es um das tierfreie Angebot in der Gastronomie? Holidu, das Vergleichsportal für Ferienhäuser, hat nachgeforscht, welche Städte im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Restaurants und Cafés mit rein veganer Karte oder mit veganen Optionen bieten. Einige der Ergebnisse sorgen durchaus für Überraschungen.

Die Top-Städte in Deutschland
Mit dem Titel der veganfreundlichsten Stadt Deutschlands darf sich Düsseldorf schmücken. Die Stadt am Rhein steht nicht nur für schickes Shoppen auf der „Kö“ und feuchtfröhliche Abende in der urigen Altstadt, sondern auch für Sojageschnetzeltes und Seitansteak. Dazu trägt auch die Japanmeile rund um die Immermannstraße bei, auf der die Düsseldorfer Veganszene reichlich tierfreie Gemüse- und Reisgerichte findet. 

Dass Berlin im Ranking ganz oben mitspielt, dürfte niemanden überraschen: Die Hauptstadt gilt schließlich als wahres Paradies für Veganer, und ständig kommen neue Streetfoodmärkte, Kochkurse, Eisdielen und Co. zum ohnehin breiten Angebot hinzu. Im Sommer lockt zudem das vegane Sommerfest am Alexanderplatz. Auf diesem größten Veggie-Event der Welt probieren sich selbst Nicht-Veganer gern durch. 

Auch Frankfurts Food-Szene wird immer grüner – und das liegt keineswegs nur an der berühmten „Grie Sooß“. Jede Menge Restaurants finden sich dort ohnehin, und viele davon bieten vegane Optionen. Ein guter Grund für Veganer, bald mal die Mainmetropole auf die Reiseliste zu setzen! Und als Nächstes könnte es nach Leipzig gehen, denn dort sorgt eine junge, bunte Szene für viel Bewegung – auch in kulinarischer Hinsicht. Neben einem veganen Sommerfest findet sogar ein Weihnachtsmarkt mit rein pflanzlichen Genüssen statt

Hauptsache, gewusst wo
Im Mittelfeld des Vegan-Rankings liegen mit Stuttgart, München und Köln drei Städte, in denen man Bodenständiges besonders liebt – aber auch hier wird das vegane Angebot immer größer. In der genussfreudigen Schwabenmetropole Stuttgart kommen mit den richtigen Restauranttipps auch Veganer durchaus auf ihre Kosten, schließlich gibt es Maultaschen auch mit Gemüsefüllung und Spätzle ohne Ei. Im schmankerlverliebten München spielt die Blasmusi nach wie vor eher zur Begleitung deftiger Fleisch- und Wurstgerichte. Zum Glück gibt es Spezialitäten wie Brotzeitbrettl oder Kaiserschmarrn aber auch in tierfreier Version, zum Beispiel im veganen Wirtshaus „Bohdi“.

Unterdessen scheint man in Köln in rheinischer Gemütsruhe erst mal abzuwarten, ob der Vegan-Trend von Dauer ist, bevor man auf den Zug aufspringt. Zumindest die meisten Kölsch-Sorten werden aber tierfrei hergestellt. Darauf Prost!

Nachholbedarf in Sachen vegan
In der Multikulti-Stadt Mannheim geht es auf den Speisekarten auf jeden Fall international zu, aber beim veganen Angebot besteht noch Nachholbedarf. Doch wenn es rein Veganes gibt, ist von Burger bis Burrito alles dabei. Dass Nürnberg im Vegan-Ranking den vorletzten Platz belegt, liegt wohl daran, dass sowohl Franken als auch Touristen lieber ihren „Drei im Weggla“ treu bleiben, als auf Seitanbratwürste umzusteigen. 

Da ist noch Luft nach oben. Hamburg allerdings sorgt mit dem letzten Platz für die größte Überraschung im veganen Städteranking. Müsste die weltoffene Medienstadt nicht auch bei kulinarischen Trends ganz vorne mitspielen? Natürlich gibt es eine riesige Auswahl an vegane Restaurants und Cafés! Aber Hamburg ist groß, und einige seiner Einwohner müssen ein Weilchen länger fahren, um ins Herz der Vegan-Szene zu gelangen. Besucher dagegen finden sich schnell mittendrin wieder, zum Beispiel im hippen Schanzen- und Karoviertel.

Die veganen Spitzenstädte Europas Die ersten 3 Top-Plätze
Gute Nachricht: Wer die Koffer packt, um Europa zu bereisen, kann in den Metropolen inzwischen fast überall ein großes Vegan-Angebot entdecken. Fans pflanzlicher Küche können sich problemlos in Super-, Bio- und Veganmärkten versorgen, um in der Ferienwohnung die Töpfe zu schwingen. Oder sie probieren sich durch die zunehmende Zahl tierfreier Gerichte in Restaurants und Cafés.

Besonders gut klappt das in Amsterdam und Paris. In der Stadt der Grachten finden sich an jeder Straßenecke Restaurants, Cafés und Bistros mit einer großen Vielfalt an veganen Gerichten. Wie wäre es zum Beispiel mit rein pflanzlichen Pannekoeken als Start in den Tag? Dass Paris als Hauptstadt einer Gourmetnation auch im veganen Städteranking ganz oben mitspielt, überrascht kaum. Hier können sich Feinschmecker sogar durch rein pflanzliche Drei-Gänge-Menüs schlemmen. 

Auf dem dritten Platz findet sich Lissabon, denn die portugiesische Metropole hat deutlich mehr zu bieten als Stockfisch und Pastéis de Nata, die berühmten Puddingtörtchen. In etlichen Restaurants wird dort selbstverständlich ohne Tierprodukte gekocht. Und wer weiß, vielleicht gibt es bald auch eine vegane Version der Pastéis?

Mittelfeld: Ausgewogen in jeder Hinsicht
Im trendbewussten Skandinavien probiert man gerne die Vielfalt pflanzlicher Genüsse aus. Stockholm belegt mit seinem umfangreichen veganen Angebot zwischen Schärengarten und den Gässchen von Gamla Stan den vierten Platz im Ranking, Kopenhagen den sechsten – und das, obwohl es in Dänemark sogar mehr Schweine als Menschen gibt. Aber selbst beim traditionellen dänischen Smørrebrød darf ja aufs Brot, was schmeckt, und damit eben auch Pflanzliches. Zwischen den beiden skandinavischen Städten liegt Berlin mit seinem veganen Angebot auf dem fünften Platz: ein weiterer Beweis dafür, wie viel Dynamik der Trend zu Pflanzlichem an der Spree entwickelt. In Prag hat sicherlich nicht zuletzt der Tourismus dafür gesorgt, dass Besucher neben Knödeln und Fleisch inzwischen auch immer mehr vegane Gerichte auf den Speisekarten finden.

Die letzten Plätze im grünen Bereich
Auch in Wien können sich Veganer nicht beschweren: An Restaurantmöglichkeiten und rein veganen Supermärkten mangelt es hier nicht. In der k.u.k. Schlemmermetropole weiß man einfach zu leben – und Tiere leben zu lassen. Norwegen besitzt mit Oslo nicht nur eine der grünsten Hauptstädte überhaupt, sondern zeigt auch in kulinarischer Hinsicht grünes Licht. 

Veganer finden hier immer etwas. Verwundert mag man nun darüber sein, dass London den letzten Platz belegt. Das hat einen einfachen Grund: Die englische Metropole ist riesig und deshalb dauert es für den ein oder anderen Londoner etwas länger, um zu einem veganen Restaurant zu gelangen. Das Essensangebot ist hier genauso multikulturell ist wie seine Bewohner. Ganz egal, ob auf Foodmärkten, Festivals, in Delis oder sogar Franchiseketten: An der Themse ist es möglich, sich von morgens bis abends ungehemmt durch vegane Köstlichkeiten zu schlemmen.

Über diese Studie
Die Daten für diese Studie wurden im Mai 2017 anhand von Daten auf Happy Cow erhoben, einer Website, die sich auf vegane Ernährung spezialisiert hat. Für die Einstufung der Städte wurden sowohl die Anzahl der veganen Restaurants also auch die der Restaurants mit veganen Optionen ins Verhältnis zu der Einwohneranzahl der Städte gesetzt. 


Quelle: Holidu
 

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Sonntag, 25. Juni 2017

Großarltal: Kapellen-Wanderweg und Bibelweg

Großarltal: Kapellen-Wanderweg:
„Weg der guten Wünsche“ und Bibelweg
 



Wanderer am Kapellenweg im Großarltal finden mehr, als nur sportliche Ertüchtigung. Dieser Weg bietet nebenbei auch Erholung für Geist und Seele. Bei jeder der 11 Kapellen entlang des Weges wird eines der 10 Gebote des Christlichen Glaubens thematisiert und in einen guten Wunsch abgeleitet, der uns auf unserem (Lebens-)Weg begleiten soll. Somit kann der Weg auch getrost als „Weg der 10 guten Wünsche“ bezeichnet werden.


  
Wir haben vor einiger Zeit den Kapellenweg bereits einmal abgewandert und die vielen kleinen Kapellen, jede eine kleine architektonische Kostbarkeit, bewundert. Das haben wir wieder gemacht.

Ausgangspunkt für den 17 km langen Wanderweg ist die Pfarrkirche in Großarl. Der Weg führt großenteils abseits der Straße auf Steigen und Spazierwegen Richtung Hüttschlag. Dabei passiert man die Laireitingkapelle, die Bichlkapelle, die Figlerkapelle, die Griesbichlkapelle, die Neuhofkapelle sowie die Schappachkapelle. Danach gelangt man zur Kirche in Hüttschlag. Weiter geht es Richtung Talschluss zur  Wolfaukapelle und weiter zur Karteiskapelle, Maurachkapelle und zur Hubertuskapelle. Den Abschluss bildet die Pertillkapelle im Talschluss. Sie wurde als Dank für eine glückliche Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg erbaut und soll als 11. Kapelle auch die Wanderer zum "Danke" sagen anregen.

Die Idee und das Konzept zum Weg stammen von Helga Zraunig, Almröslwirtin aus Hüttschlag. In einer kleinen Broschüre werden die einzelnen Kapellen samt der dazugehörenden Wünsche ausführlich beschrieben, zudem enthält sie eine Wanderkarte und eine detaillierte Wegbeschreibung. Erhältlich ist die  Broschüre kostenlos beim Tourismusverband Großarltal, zudem liegt sie in allen Kirchen und Kapellen entlang des Weges auf.





Bibelweg als Abschluss
Ganz zum Schluss wartet aber noch eine Überraschung: als Fortsetzung kann man noch den Bibelweg begehen. Er beginnt in Stockham beim Hüttschlager Bauernladenstüberl und führt vorbei an verschiedenen Hüttchen mit figürlichen Szenen aus der Bibel hinauf zu einem kleinen Aussichtsbalkon mit einer lebensgroßen Kalvarienbergszene. Quasi als Zugabe gibt es die ganze Zeit einen herrlichen Blick talaus- und taleinwärts. Einkehren kann man abschließend im Bauernladenstüberl oder beim Talwirt.






Beim Talwirt gibt es auch eine Ausstellung für Hartgesottene: Krampusmasken vom Schrecklichsten. Und daneben findet man ein kleines Freilichtmuseum mit Gebäuden und Gegenständen aus dem bäuerlichen Leben.

Impressionen vom Talschluss:
















2 Übernachtungen mit Halbpension in einem ***Hotel inkl. Tourenheft, Bustransfer zurück zum Ausgangspunkt der Tour und 1 Pilgermahl gibt es bereits ab € 125,-- p.P. im DZ (Privatquartier inkl. Frühstück bereits ab € 71,--). Günstige Mehrtages- und Wochenarrangements!


Und zum Abschluss wieder ein herrliches Abendessen im Hotel Edelweiss****s









Info:
Tourismusverband Großarltal
Gemeindestraße 6, A 5611 Großarl
Tel. 0043 0 6414 281 Fax 0043 0 6414 8193

Unterkunft:
Hotel Edelweiss
Unterbergstrasse 65, A 5611 Großarl
Tel. 0043 6414 3000

Literatur:
Mark Zahel: Bergsteigerdörfer. Tyrolia-Verlag. Innsbruck.
Hier finden Sie eine ausführliche Besprechung dieses großartigen Bildbands.
Dieter Buck: Wanderungen und Bergtouren im Pongau. Plenk-Verlag, Berchtesgaden.

Empfohlene Wanderkarten:
Kompass:
80 St. Johann Salzburger Land
40 Gasteiner Tal Goldberggruppe
040 Bad Gastein
DVD Österreich, ISBN 978-3-85491-629-1, Kompass DVD Über die Alpen, ISBN 978-3-85026-430-3. (Die Karten lassen sich auch auf GPS-Geräte, iPhones und Android übertragen).
Hier können Sie die Karte und die DVD kaufen.
Tappeiner:
Großarltal (erhältlich im Tourismusbüro)

Sicherheit in den Bergen:
Hier ein Link auf die Seite von Großarltal mit einem E-book zum Herunterladen.

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Fotos: Dieter Buck, Thomas Wirnsperger, TVB Großarltal

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